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Filmische Umsetzung und visuelle Darstellung

Eine der Herausforderungen dieses Filmes ist die Darstellung der betroffenen Frauen. In welchem Stadium der Erkrankung eine Dokumentation möglich bzw. sinnvoll wird, hängt von der porträtierten Frau ab. Es liegt mir absolut fern, irgendwelche Sensationsbilder zu suchen. Viel mehr möchte ich durch intensive Gespräche das Vertrauen der Frauen gewinnen, um schlussendlich ihre Geschichte möglichst persönlich und von ihrem Standpunkt aus erzählen zu können.

Auf der einen Seite möchte ich das soziokulturelle Umfeld der betroffenen Frauen integrieren und mit beobachtender Kamera zeigen. Wir sehen sie bei ihren täglichen Verrichtungen, beim Wasser holen, kochen, im Umgang mit der Familie und erfahren von ihrer sozialen Rolle innerhalb der Dorfgemeinschaft.

Da es nur wenige Zentren gibt, in denen Fistel Operationen durchgeführt werden können, schliessen sich Frauen aus nahe gelegenen Gegenden zusammen und unternehmen die oft mehrtägigen Reisen oder Teile davon gemeinsam. Als übergeordnetes visuelles Motiv steht daher die Reise, eine Reise der Hoffnung. Eine Reise, die vom Aufbruch und der Suche nach einem neuen Leben erzählt, die durch Dörfer und Landschaften führt, in überfüllten Autobussen oder zu Fuss. Eine Reise, die aber auch zwischen Isolation oder Gemeinschaft, krank oder gesund und schlussendlich zwischen Tod oder Leben entscheidet.